Freiwillige Feuerwehr Kubach 1934 e.V.
* Retten * Löschen * Bergen * Schützen
Freiwillige Feuerwehr Kubach 1934 e.V. © 2018
Geschichte. D ie Geschichte der Freiwillige Feuerwehr Kubach 1934 e.V. Die   Geschichte   des   Feuers   ist   mindestens   so   alt   wie   die   Menschheit   selbst.   Schon   immer   haben   Menschen   versucht,   diese Naturgewalt zu beherrschen. Auch   in   Kubach   ist   da Thema   Feuer   und   dessen   Bekämpfung   seit   jeher   ein Thema.   So   wird   beispielsweise   berichtet,   daß   es im   Jahre   1677   in   Kubach   eine   "Feuersbrunst"   gegeben   habe,   die   durch   "die   Unachtsamkeit   eines   Weibes"   entfacht   wurde. Detailliertere Aufzeichnungen über das Feuerwehrwesen in Kubach gibt es allerdings erst ab Mitte des 19. Jahrhunderts. In   der   Zeit   nach   der   deutschen   Revolution   wurden   die   Anstrengungen   zur   Verhütung   und   Bekämpfung   von   Bränden verstärkt.   Die   Reichsgesetzgebung   sah   damals   für   jeden   Ort   eine   Pflichtfeuerwehr   vor,   die   den   Brandschutz   des   jeweiligen Ortes    sicherstellen    sollte.    Durch    die    Pflichtfeuerwehr    wurde    jeder    männliche    Einwohner    verpflichtet,    an    Übungen teilzunehmen   und   bei   Einsätzen   zur   Stelle   zu   sein.   Die   örtlichen   Feuerwehren   wurden   in   regelmäßigen   Abständen   durch übergeordnete   Instanzen   kontrolliert,   insbesondere   der   Zustand   der   Ausrüstung   und   der   beiden   Brandweiher   im   Ort   waren Gegenstand dieser Überprüfungen. Im   Brandfalle   wurde   die   Bevölkerung   mittels   eines   Feuerhorns   und   über   das   Glockengeläut   der   Kubacher   Kirche   alarmiert. Die   Löschwasserversorgung   wurde   über   Pferde   und   Kuhgespanne   durch   die   ortsansässigen   Bauern   sichergestellt,   im Brandfalle    waren    die    Fuhrwerksbesitzer    verpflichtet,    Wasser    aus    den    beiden    im    Ort    befindlichen    Brandweihern    zum Einsatzort   zu   bringen.   Die   hierfür   benötigten   Gerätschaften   wurden   von   der   Gemeinde   zur   Verfügung   gestellt.   Bis   in   das   Jahr 1910   standen   zur   Wasserversorgung   nur   diese   beiden   Weiher   zur   Verfügung.   Der   Brandweiher   für   das   "Unterdorf"   befand sich   hinter   dem   noch   heute   existierenden   Wiegenhäuschen   in   der   Hauptstraße,   der   Brandweiher   für   das   "Oberdorf"   lag gegenüber   der   heutigen   Volkshalle   etwa   in   Höhe   des   Anbaus   des   Kubacher   Hofes.   Eine   Verbesserung   dieses   Systems wurde um 1910 mit dem Bau der Wasserleitung in Kubach erreicht. Neben   den   Pflichtfeuerwehren   im   alten   Oberlahnkreis   gründeten   sich   Anfang   der   30er   Jahre   die   Freiwilligen   Feuerwehren. Am   20.Januar   1934   fanden   sich   auch   in   Kubach   41   Männer   im   Gasthaus   Hirschhäuser   zusammen,   um   die   "Freiwillige Feuerwehr   Kubach"   zu   gründen.   Im   Beisein   des   Kubacher   Bürgermeisters   Robert   Bernhard   und   Kreisfeuerwehrführer   Moser aus   Weilburg   wurde   Julius   Saam   zum   ersten   Wehrführer   der   neu   gegründeten   Feuerwehr   gewählt.   Sein   Stellvertreter   wurde Richard Cromm I. Die   Gerätschaften   wurden   seinerzeit   mit   der   weiterhin   existierenden   Pflichtfeuerwehr   zusammen   genutzt:   Hierbei   sind insbesondere    eine    Saug-    und    Druckspritze    zu    nennen,    die    von    der    Gemeinde    bereits    1906    für    1540,--    Reichsmark angeschafft   worden   war. Außerdem   wurde   von   der   Nassauischen   Brandversicherung   eine   kleine   Druckspritze   zur   Verfügung gestellt.   Die   beide   Spritzen   stellten   seinerzeit   das   Herzstück   der   Feuerwehr   Kubach   dar   und   befinden   sich   auch   heute   noch einsatzbereit    in    deren    Besitz.    Auch    die    Alarmierung    wurde    verbessert.    Eine    tragbare    Handsirene    sorgte    dafür,    die Bevölkerung    auf    Übungen    und    Einsätze    aufmerksam    zu    machen.    Wegen    der    geringen    Lautstärke    wurde    die    Sirene nacheinander an mehreren Stellen im Dorf aufgebaut und betätigt. Zur   Verbesserung   des   Brandschutzes   wurde   das   alte   Spritzenhaus   in   der   Hauptstraße   abgerissen,   und   an   seiner   Stelle   das "neue" Gerätehaus mit Schlauchturm erbaut. 1937   wurde   der   Wehr   ein   neuer   "Einheitstragkraftspritzenanhänger"   mit   der   Tragkraftspritze   DKW   -   Flader   4001   l/min übergeben.   Für   den   Transport   innerhalb   des   Dorfes   waren   4   bis   6   Mann   erforderlich,   bei   längeren   Strecken   bergauf   war   der Lanz   Bulldog   von   Klein´s   Richard   einziges   Transportmittel.   Die   Wasserkühlung   und   die   Magnetzündung   sorgten   neben   dem doch   sehr   unkomfortablen   Transport   dafür,   daß   mancher   Feuerwehrmann   diesen   unbestrittenen   technischen   Fortschritt   in schmerzhafter Erinnerung behalten hat. 1939   übernahm   Richard   Cromm   I   das   Amt   des   Wehrführers   für   den   zur   Wehrmacht   eingezogenen   Julius   Saam.   In   den Kriegsjahren   wurden   viele Aktive   der   Feuerwehr   zur   Wehrmacht   eingezogen,   so   daß   schon   bald   wieder   ein   Pflichtfeuerwehr eingeführt wurde. Viele Kameraden kehrten nicht aus dem 2. Weltkrieg zurück. Das   Jahr   1945   stellte   auch   für   die   Freiwillige   Feuerwehr   Kubach   einen   Neubeginn   dar.   Nach   Aufhebung   der   Uniformsperre durch   die Alliierten   Truppen   konnte   die   Feuerwehr   ihren   Namen   wieder   tragen. Als   erster   Wehrführer   nach   dem   Krieg   leitete Robert Abel   die   Geschicke   der   Wehr   und   organisierte   den   schwierigen Aufbau.   Die   Mitglieder   beteiligten   sich   an   Lehrgängen und   Wettkämpfen   ,   wodurch   der   Feuerschutz   nachhaltig   verbessert   werden   konnte. Auf   dem   Gerätehaus   wurde   eine   Sirene fest installiert und löste damit die alte Handsirene ab. 1957 wurde Erich Alhenn Ortsbrandmeister. Im   Jahr   1961   wurde   von   der   Gemeinde   Kubach   eine   neue   Tragkraftspritze   angeschafft.   Die   TS   8/8   hatte   eine   Leistung   von 800   Litern   Wasser   pro   Minute   und   war   mit   einem   luftgekühlten   vierzylinder   VW-   Industriemotor   ausgestattet.   Zunächst   wurde die   Spritze   wegen   Geldmangel   auf   einem   Schlepperanhänger   transportiert,   bevor   1962   ein   gebrauchter   VW   Bus   angeschafft und    in    Eigenleistung    zu    einem    Tragkraftspritzenfahrzeug    ausgebaut    wurde.    Offensichtlich    ist    es    nie    gelungen,    die Werbeschrift   des   Vorbesitzer   des   Busses   vollständig   zu   entfernen,   noch   heute   erinnert   sich   manch   einer   der   Kameraden gerne   an   den   guten   alten   "Blendax".   Der   durch   die Anschaffung   des   Busses   erforderliche   Umbau   des   Gerätehauses   zu   einer Garage wurde in Eigenleistung durch die Feuerwehr bewältigt. Im   Jahre   1964   löste   Richard   Cromm   II   Erich Alhenn   als   Ortsbrandmeister   ab.   Eine   Verbesserung   der Ausbildung   brachte   die "fliegende   Feuerwehrschule",   die   Grund-   und   Maschinistenlehrgänge   in   den   Kreisverbänden   abhielt.   Bis   dahin   hatten   die Lehrgänge   nur   in   der   Kasseler   Feuerwehrschule   stattgefunden.   Im   Jahr   1968   kaufte   die   Gemeinde   einen   gebrauchten   Ford Bus, der auch wieder in Eigenleistung zu einem TSF umgebaut wurde. 1973    wurde    Friedhelm    Cromm    neuer    Ortsbrandmeister.    Zum    40    -    jährigen    Vereinsjubiläum    1974    wurde    das    neue Gerätehaus   oberhalb   der   Volkshalle   eingeweiht,   das   auch   heute   noch   der   Feuerwehr   als   Domizil   dient.   Gleichzeitig   wurde ein   neues   Fahrzeug,   ein Tragkraftspritzenfahrtzeug   der   Firma   Ziegler   auf   der   Basis   eines   Ford Transit   in   Dienst   gestellt.   Eine Abordnung   der   Feuerwehr   Kubach   nahm   das   Fahrzeug   vom   damaligen   hessischen   Innenminister   Bielefeld   in   Rheinheim entgegen. In    dem    neuen    Zuhause    der    Feuerwehr    konnten    nun    alle    Geräte    und    Ausrüstungsgegenstände    vorschriftsmäßig untergebracht   werden,   nachdem   das   alte   Gerätehaus   im   Laufe   der   Zeit   den   für   die   mittlerweile   doch   recht   umfangreiche Ausrüstung   nicht   mehr      ausreichend   Platz   bot.   Mit   der   Zwangseingliederung   von   Kubach   in   die   Stadt   Weilburg   im   Juli   1974 begann   auch   für   die   Feuerwehr   ein   neuer   Abschnitt.   Die   Stadt   regelte   den   Dienstbetrieb   der   Einsatzabteilungen   und   die Ortsbrandmeister   trugen   fortan   die   Bezeichnung   Wehrführer.   Seit   dieser   Zeit   wird   der   Wehrführer   und   dessen   Stellvertreter von der Einsatzabteilung gewählt, der übrige Vorstand von allen Vereinsmitgliedern. Am   21.   Juni   1980   fanden   sich   21   interessierte   Jugendliche   zusammen   und   gründeten   die   Jugendfeuerwehr   Kubach.   Die Jugendabteilung hat sich seither zu einer festen Größe im Verein entwickelt. Den   Jugendlichen   werden   hier   die   Grundlagen   der   feuerwehrtechnischen Ausbildung   vermittelt.   In   regelmäßigen Abständen nehmen die Jugendlichen an Wettkämpfen teil, wobei zum Teil beachtliche Erfolge verzeichnet werden konnten. Aber   auch   das   gesellige   Beisammensein   und   der   Zusammenhalt   der   Gruppe   sind   elementare   Bestandteile   der   Jugendarbeit: Zeltlager, Spieleabende, Eislaufen, ..., sind nur einige Beispiele für Aktivitäten der Jugendfeuerwehr. Erfreulich ist, daß ein Großteil der heutigen Einsatzabteilung über die Jugendfeuerwehr zur Feuerwehr gestoßen ist. 1982   wurde   Kurt   Michels   zum   Nachfolger   im   Amt   des   Wehrführers   gewählt.   Seit   1983   verfügt   der   Verein   über   eine   eigene Satzung,   welche   die   internen   Rechtsbeziehungen   regelt.   Das   50   -jährige   Jubiläum   der   Wehr   im   Jahr   1984   wurde   in   einem großen    Rahmen    gefeiert.    Zum    Festwochenende    wurde    ein    umfangreiches    Programm    auf    die    Beine    gestellt.    Die Verpflichtung    von    "Conny    Dellner"    und    seinen    Musikanten    am    Freitag    war    zu    diesem    Zeitpunkt    eine    der    größten Veranstaltungen   die   Kubach   jemals   gesehen   hatte   und   bereitete   den   Verantwortlichen   schlaflose   Nächte.   Zum   Kommers   am Samstag   wurden   alle   befreundeten   Nachbarwehren   eingeladen.   Mit   einem   großen   Festzug,   der   unter   großer   Teilnahme   der Kubacher Bevölkerung stattfand, endete das Festwochenende am Sonntag.  Mehr    lesen?    -    Klicken    Sie    hier,    um    die    Festschrift    zum    75-jähigen    Bestehen    der    Wehr    als    pdf nachzulesen. 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Freiwillige Feuerwehr Kubach 1934 e.V.
Freiwillige Feuerwehr Kubach 1934 e.V.     © 2019
Geschichte. D ie Geschichte der Freiwillige Feuerwehr Kubach 1934 e.V. Die   Geschichte   des   Feuers   ist   mindestens   so   alt   wie   die   Menschheit   selbst.   Schon immer haben Menschen versucht, diese Naturgewalt zu beherrschen. Auch   in   Kubach   ist   da   Thema   Feuer   und   dessen   Bekämpfung   seit   jeher   ein   Thema. So    wird    beispielsweise    berichtet,    daß    es    im    Jahre    1677    in    Kubach    eine "Feuersbrunst"   gegeben   habe,   die   durch   "die   Unachtsamkeit   eines   Weibes"   entfacht wurde.   Detailliertere   Aufzeichnungen   über   das   Feuerwehrwesen   in   Kubach   gibt   es allerdings erst ab Mitte des 19. Jahrhunderts. In   der   Zeit   nach   der   deutschen   Revolution   wurden   die Anstrengungen   zur   Verhütung und   Bekämpfung   von   Bränden   verstärkt.   Die   Reichsgesetzgebung   sah   damals   für jeden    Ort    eine    Pflichtfeuerwehr    vor,    die    den    Brandschutz    des    jeweiligen    Ortes sicherstellen   sollte.   Durch   die   Pflichtfeuerwehr   wurde   jeder   männliche   Einwohner verpflichtet,   an   Übungen   teilzunehmen   und   bei   Einsätzen   zur   Stelle   zu   sein.   Die örtlichen   Feuerwehren   wurden   in   regelmäßigen   Abständen   durch   übergeordnete Instanzen   kontrolliert,   insbesondere   der   Zustand   der   Ausrüstung   und   der   beiden Brandweiher im Ort waren Gegenstand dieser Überprüfungen. Im    Brandfalle    wurde    die    Bevölkerung    mittels    eines    Feuerhorns    und    über    das Glockengeläut   der   Kubacher   Kirche   alarmiert.   Die   Löschwasserversorgung   wurde über   Pferde   und   Kuhgespanne   durch   die   ortsansässigen   Bauern   sichergestellt,   im Brandfalle   waren   die   Fuhrwerksbesitzer   verpflichtet,   Wasser   aus   den   beiden   im   Ort befindlichen    Brandweihern    zum    Einsatzort    zu    bringen.    Die    hierfür    benötigten Gerätschaften   wurden   von   der   Gemeinde   zur   Verfügung   gestellt.   Bis   in   das   Jahr 1910   standen   zur   Wasserversorgung   nur   diese   beiden   Weiher   zur   Verfügung.   Der Brandweiher   für   das   "Unterdorf"   befand   sich   hinter   dem   noch   heute   existierenden Wiegenhäuschen    in    der    Hauptstraße,    der    Brandweiher    für    das    "Oberdorf"    lag gegenüber   der   heutigen   Volkshalle   etwa   in   Höhe   des   Anbaus   des   Kubacher   Hofes. Eine   Verbesserung   dieses   Systems   wurde   um   1910   mit   dem   Bau   der   Wasserleitung in Kubach erreicht. Neben   den   Pflichtfeuerwehren   im   alten   Oberlahnkreis   gründeten   sich   Anfang   der 30er   Jahre   die   Freiwilligen   Feuerwehren.   Am   20.Januar   1934   fanden   sich   auch   in Kubach    41    Männer    im    Gasthaus    Hirschhäuser    zusammen,    um    die    "Freiwillige Feuerwehr   Kubach"   zu   gründen.   Im   Beisein   des   Kubacher   Bürgermeisters   Robert Bernhard   und   Kreisfeuerwehrführer   Moser   aus   Weilburg   wurde   Julius   Saam   zum ersten    Wehrführer    der    neu    gegründeten    Feuerwehr    gewählt.    Sein    Stellvertreter wurde Richard Cromm I. Die      Gerätschaften      wurden      seinerzeit      mit      der      weiterhin      existierenden Pflichtfeuerwehr    zusammen    genutzt:    Hierbei    sind    insbesondere    eine    Saug-    und Druckspritze   zu   nennen,   die   von   der   Gemeinde   bereits   1906   für   1540,--   Reichsmark angeschafft       worden       war.       Außerdem       wurde       von       der       Nassauischen Brandversicherung    eine    kleine    Druckspritze    zur    Verfügung    gestellt.    Die    beide Spritzen   stellten   seinerzeit   das   Herzstück   der   Feuerwehr   Kubach   dar   und   befinden sich   auch   heute   noch   einsatzbereit   in   deren   Besitz.   Auch   die   Alarmierung   wurde verbessert.   Eine   tragbare   Handsirene   sorgte   dafür,   die   Bevölkerung   auf   Übungen und   Einsätze   aufmerksam   zu   machen.   Wegen   der   geringen   Lautstärke   wurde   die Sirene nacheinander an mehreren Stellen im Dorf aufgebaut und betätigt. Zur    Verbesserung    des    Brandschutzes    wurde    das    alte    Spritzenhaus    in    der Hauptstraße     abgerissen,     und     an     seiner     Stelle     das     "neue"     Gerätehaus     mit Schlauchturm erbaut. 1937    wurde    der    Wehr    ein    neuer    "Einheitstragkraftspritzenanhänger"    mit    der Tragkraftspritze   DKW   -   Flader   4001   l/min   übergeben.   Für   den   Transport   innerhalb des   Dorfes   waren   4   bis   6   Mann   erforderlich,   bei   längeren   Strecken   bergauf   war   der Lanz   Bulldog   von   Klein´s   Richard   einziges   Transportmittel.   Die   Wasserkühlung   und die   Magnetzündung   sorgten   neben   dem   doch   sehr   unkomfortablen   Transport   dafür, daß    mancher    Feuerwehrmann    diesen    unbestrittenen    technischen    Fortschritt    in schmerzhafter Erinnerung behalten hat. 1939   übernahm   Richard   Cromm   I   das Amt   des   Wehrführers   für   den   zur   Wehrmacht eingezogenen   Julius   Saam.   In   den   Kriegsjahren   wurden   viele   Aktive   der   Feuerwehr zur    Wehrmacht    eingezogen,    so    daß    schon    bald    wieder    ein    Pflichtfeuerwehr eingeführt wurde. Viele Kameraden kehrten nicht aus dem 2. Weltkrieg zurück. Das   Jahr   1945   stellte   auch   für   die   Freiwillige   Feuerwehr   Kubach   einen   Neubeginn dar.   Nach   Aufhebung   der   Uniformsperre   durch   die   Alliierten   Truppen   konnte   die Feuerwehr   ihren   Namen   wieder   tragen. Als   erster   Wehrführer   nach   dem   Krieg   leitete Robert   Abel   die   Geschicke   der   Wehr   und   organisierte   den   schwierigen   Aufbau.   Die Mitglieder    beteiligten    sich    an    Lehrgängen    und    Wettkämpfen    ,    wodurch    der Feuerschutz   nachhaltig   verbessert   werden   konnte. Auf   dem   Gerätehaus   wurde   eine Sirene   fest   installiert   und   löste   damit   die   alte   Handsirene   ab.   1957   wurde   Erich Alhenn Ortsbrandmeister. Im    Jahr    1961    wurde    von    der    Gemeinde    Kubach    eine    neue    Tragkraftspritze angeschafft.   Die   TS   8/8   hatte   eine   Leistung   von   800   Litern   Wasser   pro   Minute   und war   mit   einem   luftgekühlten   vierzylinder   VW-   Industriemotor   ausgestattet.   Zunächst wurde   die   Spritze   wegen   Geldmangel   auf   einem   Schlepperanhänger   transportiert, bevor   1962   ein   gebrauchter   VW   Bus   angeschafft   und   in   Eigenleistung   zu   einem Tragkraftspritzenfahrzeug   ausgebaut   wurde.   Offensichtlich   ist   es   nie   gelungen,   die Werbeschrift    des    Vorbesitzer    des    Busses    vollständig    zu    entfernen,    noch    heute erinnert   sich   manch   einer   der   Kameraden   gerne   an   den   guten   alten   "Blendax".   Der durch   die Anschaffung   des   Busses   erforderliche   Umbau   des   Gerätehauses   zu   einer Garage wurde in Eigenleistung durch die Feuerwehr bewältigt. Im   Jahre   1964   löste   Richard   Cromm   II   Erich   Alhenn   als   Ortsbrandmeister   ab.   Eine Verbesserung   der   Ausbildung   brachte   die   "fliegende   Feuerwehrschule",   die   Grund- und   Maschinistenlehrgänge   in   den   Kreisverbänden   abhielt.   Bis   dahin   hatten   die Lehrgänge   nur   in   der   Kasseler   Feuerwehrschule   stattgefunden.   Im   Jahr   1968   kaufte die   Gemeinde   einen   gebrauchten   Ford   Bus,   der   auch   wieder   in   Eigenleistung   zu einem TSF umgebaut wurde. 1973    wurde    Friedhelm    Cromm    neuer    Ortsbrandmeister.    Zum    40    -    jährigen Vereinsjubiläum    1974    wurde    das    neue    Gerätehaus    oberhalb    der    Volkshalle eingeweiht,   das   auch   heute   noch   der   Feuerwehr   als   Domizil   dient.   Gleichzeitig wurde   ein   neues   Fahrzeug,   ein   Tragkraftspritzenfahrtzeug   der   Firma   Ziegler   auf   der Basis   eines   Ford   Transit   in   Dienst   gestellt.   Eine   Abordnung   der   Feuerwehr   Kubach nahm     das     Fahrzeug     vom     damaligen     hessischen     Innenminister     Bielefeld     in Rheinheim entgegen. In     dem     neuen     Zuhause     der     Feuerwehr     konnten     nun     alle     Geräte     und Ausrüstungsgegenstände   vorschriftsmäßig   untergebracht   werden,   nachdem   das   alte Gerätehaus   im   Laufe   der   Zeit   den   für   die   mittlerweile   doch   recht   umfangreiche Ausrüstung   nicht   mehr      ausreichend   Platz   bot.   Mit   der   Zwangseingliederung   von Kubach   in   die   Stadt   Weilburg   im   Juli   1974   begann   auch   für   die   Feuerwehr   ein   neuer Abschnitt.    Die    Stadt    regelte    den    Dienstbetrieb    der    Einsatzabteilungen    und    die Ortsbrandmeister   trugen   fortan   die   Bezeichnung   Wehrführer.   Seit   dieser   Zeit   wird der   Wehrführer   und   dessen   Stellvertreter   von   der   Einsatzabteilung   gewählt,   der übrige Vorstand von allen Vereinsmitgliedern. Am    21.    Juni    1980    fanden    sich    21    interessierte    Jugendliche    zusammen    und gründeten   die   Jugendfeuerwehr   Kubach.   Die   Jugendabteilung   hat   sich   seither   zu einer festen Größe im Verein entwickelt. Den     Jugendlichen     werden     hier     die     Grundlagen     der     feuerwehrtechnischen Ausbildung    vermittelt.    In    regelmäßigen   Abständen    nehmen    die    Jugendlichen    an Wettkämpfen teil, wobei zum Teil beachtliche Erfolge verzeichnet werden konnten. Aber   auch   das   gesellige   Beisammensein   und   der   Zusammenhalt   der   Gruppe   sind elementare   Bestandteile   der   Jugendarbeit:   Zeltlager,   Spieleabende,   Eislaufen,   ..., sind nur einige Beispiele für Aktivitäten der Jugendfeuerwehr. Erfreulich     ist,     daß     ein     Großteil     der     heutigen     Einsatzabteilung     über     die Jugendfeuerwehr zur Feuerwehr gestoßen ist. 1982   wurde   Kurt   Michels   zum   Nachfolger   im   Amt   des   Wehrführers   gewählt.   Seit 1983     verfügt     der     Verein     über     eine     eigene     Satzung,     welche     die     internen Rechtsbeziehungen   regelt.   Das   50   -jährige   Jubiläum   der   Wehr   im   Jahr   1984   wurde in   einem   großen   Rahmen   gefeiert.   Zum   Festwochenende   wurde   ein   umfangreiches Programm   auf   die   Beine   gestellt.   Die   Verpflichtung   von   "Conny   Dellner"   und   seinen Musikanten   am   Freitag   war   zu   diesem   Zeitpunkt   eine   der   größten   Veranstaltungen die   Kubach   jemals   gesehen   hatte   und   bereitete   den   Verantwortlichen   schlaflose Nächte.    Zum    Kommers    am    Samstag    wurden    alle    befreundeten    Nachbarwehren eingeladen.   Mit   einem   großen   Festzug,   der   unter   großer   Teilnahme   der   Kubacher Bevölkerung stattfand, endete das Festwochenende am Sonntag.  Mehr   lesen?   -   Klicken   Sie   hier,   um   die   Festschrift   zum   75-jähigen Bestehen der Wehr als pdf nachzulesen. 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